Die zehn Dinge …

Listen sind toll. Listen gibt es immer und überall. Und für alles. Auch mich fasziniert seit je her das sinnlose Aufzählen von gefühlten Wahrheiten, weswegen ich mich nun zu den zehn extrem wichtigen Dingen auszubreiten gedenke, die ich in den letzten zehn Jahren verpasst und/oder ignoriert habe … und damit herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Wassonstnochgeschah™.

– Ganz aktuell: Meeressäugetiere. Alle. Vom Fischstäbchen bis zum handelsüblichen Buckelwal. Alles davon. Jegliche Live-Streams, Berichterstattung, Click-Bait-Fotostrecken, Selbstdarsteller-Videos und all der andere kranke Mist, der tagelang die in die Medien gekippt wurde … war mir komplett egal.

– K-Pop. Die Künstler, die Songs, die Filme und alles andere auch: Zuerst habe ich nicht viel davon mitbekommen, und als es später unvermeidlich wurde, hat sich mir dieses Thema einfach nicht erschlossen. Vermutlich bin ich da einfach 40 Jahre zu alt für.

– Influencer. Und alles, was damit zu tun hat. Mehr denn je würde ich sagen, die Begriffe “Tagedieb” und “Influencer” können durchaus synonym gebraucht werden. Siehe dazu auch die Punkt TikTok und Instagram.

– FIFA / UEFA Turniere und der DFB. Mit einer Organisation, die Friedenspreise an einen so verkommenen Gesellen wie Trump verleiht, und mit einer Organisation, deren Vertreter applaudieren, wenn eine so niederträchtige Gestalt wie Trump einen Friedenspreis erhält, möchte ich rein gar nichts zu tun haben.

– Heißluftfritteusen. Die Dinger sind überall, inzwischen gibt es vermutlich sogar eine wöchentliche Brigitte-Diät, deren Bestandteile man in einem dieser Hochleistungs-Haartrockner zubereiten muss. Vor Jahren ist uns mal eine um die Ohren geflogen, seitdem eher so näää.

– Lineares Fernsehen außer ESC und Sportschau. Über den traurigen Niedergang des Mediums, das in meiner Kindheit und Jugend praktisch unangefochten an der Spitze der Unterhaltungs-Pyramide thronte, habe ich mich ja schon des Öfteren geäußert. Echt schade, dass das so rapide den Bach runtergegangen ist.

– Kryptowährungen. John Oliver sagte einst: BitCoin vereint all das, das du nicht über Finanzmärkte weißt, mit all dem, das du nicht über Computer weißt – und mehr muss man dazu vermutlich auch nicht wissen.

– Deutschsprachige Musik. Mein Wissen über die deutschsprachige Musik der letzten (mindestens) fünfzehn Jahre lässt sich schnell zusammenfassen: Ich habe keines – ist vielleicht ganz gut so.

– TikTok. Ist mir einerseits viel zu aufregend, andererseits viel zu langweilig. Wenn ich da mal reingeschaut habe, hatte ich schon nach wenigen Augenblicken das Gefühl, meine Lebenszeit sinnlos zu vergeuden – etwas, das mir so nur noch bei Insta passiert ist.

– Instagram. In einem Satz: So wichtig ist dein Scheiß nicht.

Schalten Sie auch nächstes mal wieder ein, wenn ich mich mit der Frage beschäftigen werde, wie viele Follower Markus Söder verliert, wenn er wie angekündigt keinen ungesunden Mist mehr in sich reinfrisst.