Die Id(e)en des Merz

Im Gegensatz zum Wirken und Tun der Bundesregierung soll dieses Wochenende ja sehr angenehm werden, also noch schnell der geneigten Leserschaft ein Kommentar auf den Schirm gemüllt und dann ab dafür, oder:
Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Wassonstnochgeschah™.

Mittlerweile dürfte selbst jenen tumben Gesellen, die ihn gewählt haben, aufgefallen sein, dass Friedrich Merz (inklusive dahergelaufenem Kabinetts-Haufen) nicht nur handwerklich betrachtet eine ganz schlimme Fehlbesetzung ist, auch inhaltlich steht da gerne das eine oder andere Haar zu Berge.

Herr Merz hat letztens in einem Nebensatz, den er vor Vertretern von Banken und der honorigen Finanzwirtschaft in ein Mikro genuschelt hat, verkündet: Die Rente ist nicht sicher, sie war es.

Desweiteren, so meldet u.a. die tagesschau, wollte Friedrich der nicht ganz so Große neulich auch gerne den Kündigungsschutz entsorgen, während Frau Warken mal eben die allgemeine Krankenversicherung für alle abwickelt. Kurzum: Im Weltbild des Herrn Kanzlers ist die soziale Absicherung des gemeinen Pöbels kaum mehr als ein lästiges Hindernis, das zwischen den ohnehin sehr Wohlhabenden und noch mehr Reichtum steht. Und das muss weg.

Angesichts dessen, dass die Regierung Merz inzwischen ganz offen und unverblümt den Sozialstaat abzuschaffen gedenkt, ist es fast schon tröstlich, dass niemand in diesem Gruselkabinett bisher damit aufgefallen ist, irgendetwas von Substanz zustande zu bringen.

Ich kann mich nur wiederholen: Ich werde das Gefühl nicht mehr los, dass uns einiges erspart geblieben wäre, wenn wir seinerzeit den Laschet gewählt hätten. Verdammt.

Zusammenfassend möchte ich feststellen, dass die Weltlage eine deutlich entspanntere wäre, wenn politische Karrieren grundsätzlich mit dem Erreichen des siebzigsten Lebensjahres enden würden.

Na dann schönes Wochenende.