Mittelstands-Fremdeln

Bevor ich mich demnächst wieder ins wohlverdiente Wochenende aufmache, sei die geneigte Leserschaft noch mit den Gedankenschnipseln der letzten Tage erheitert. Bitte, gerne.
Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Wassonstnochgeschah™.

Mein persönliches Hasswort des gerade zu Ende gehenden Februar: Mittelstand. Immer, wenn von Mittelstand die Rede ist, ploppt vor meinem geistigen Auge der kleine gekachelte Tante-Emma-Laden aus den Siebzigern auf, oder der Zweimann-Handwerksbetrieb im Schuppen hinterm Haus, oder der Fahrrad-Laden an der Ecke. Oder oder oder.
Natürlich ist das kompletter Blödsinn. Diejenigen, die sich heutzutage öffentlich selbst zum – idealerweise unteren – Mittelstand zählen, fliegen längst im eigenen Flugzeug zur Unsympathen-Hochzeit nach Sylt.
Kein Wunder also, dass sich allen voran CDU und FDP immer gerne und viel um den Mittelstand zu kümmern gedenken.

Mögliche Titel für Friedrich Merz Biografien:
– Draussen nur Kännchen
– Früher war alles besser
– Schicksalsjahre einer Heulsuse
– Der kanzlergewordene Schienenersatzverkehr
– Der kanzlergewordene AOK-Auslandskrankenschein

Man stelle sich nur mal vor, man würde seine kostbare Lebenszeit auf einem CDU-Parteitag vergeuden, um einen völlig ungeeigneten Multi-Millionär wieder ins Amt zu wuchten – und es gäbe in der Halle keinen Tropfen Alkohol.

Immer, wenn ich morgens nicht so gut gelaunt bin, schaue ich mir das 8-Uhr-SUV-Gemetzel auf dem kleinen Parkplatz vor dem Kindergarten an. Wundervoll. Einfach wundervoll.

Ein paar Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg möchte ich mich nochmals ein herzlich bei B90/Grüne und der CDU bedanken, die uns ohne Not an die Firma eines Tech-Faschisten verschachert haben. Mögen sie dereinst zur digitalen Hölle fahren.

Mir ist dieser Tage aufgefallen, dass ich sowohl Olympische Winterspiele als auch die Berlinale so langweilig finde, dass mir noch nicht einmal schlechte Scherze dazu einfallen. Kaum vorbei auch schon vergessen.

Schalten Sie auch nächstes mal wieder ein, wenn ich mich der Frage widmen werde, was wir mit den vielen hundert Euro Gutschrift, die uns mittlerweile die Deutsche Bahn schuldet, anfangen könnten … Tipps dazu gerne als Kommentar dalassen.