M – ein Land sucht (s)einen Kanzler

Von den meisten Dingen, über die sich zuletzt im Netz wonniglich aufgeregt wurde, habe ich nicht wirklich viel mitbekommen – und ich bin mir sicher, dass es dem urlaubenden Friedrich Merz, von dem seit Wochen nichts, aber auch wirklich gar nichts zu sehen oder zu hören ist, ganz ähnlich ergeht.

Nun neigt sich der Sommer langsam seinem Ende entgegen, mal schauen, was der beste Bundeskanzler seit Olaf Scholz verpasst haben könnte … herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Wassonstnochgeschah™.

Das Wichtigste zuerst: Friedrich Merz ließ vor ein paar Wochen über Twitter verkünden, dass er auch im Urlaub sehr genau beobachtet, wie die Lage im Land ist.

Wie wegen der wochenlangen Dürre die Wälder brennen.
Wie wegen der wochenlangen Dürre die Ernte auf den Feldern kaputt geht.
Wie wegen der wochenlangen Dürre keine Binnenschifffahrt mehr möglich ist.
Wie wegen der wochenlangen Hitze Menschen zu hunderten (!) an den Folgen des fehlenden Hitzeschutzes in Altersheimen und Krankenhäusern sterben.
Und noch vieles mehr.
Kurz gesagt:
Die Folgen des Klimawandels sind in der Realität angekommen – und sie werden nie wieder weg gehen.

Längst ist klar: Es gibt seitens der Politik keinerlei brauchbare Notfallpläne. Aber für die Rettung des Verbrenner-Motors werden CDU, CSU und SPD alles nur Menschenmögliche tun.

Unterdessen kommt es weiterhin zunehmend zu Cyberattacken auf Verwaltungen, Behörden und Einrichtungen, mit teils verheerenden, tagelangen Komplettausfällen elementarer Systeme.

Immer wieder legt auch mal eine Drohnensichtung einen Flughafen lahm, während Polizei und Bundeswehr einräumen müssen, dass man derzeit so gut wie nichts nichts gegen diese Dinger auszurichten vermag, die regelmäßig in der Nähe kritischer Infrastruktur gesichtet werden.

All das hat er sicherlich ganz genau beobachtet, der Bundeskanzler Friedrich Merz.
Vielleicht auch nicht – so genau weiß das niemand.

Wer bei jeder Gelegenheit mehr Leistung und Einsatzbereitschaft von der Bevölkerung einfordert müsste möglicherweise auch mal mit gutem Beispiel vorangehen.

Schalten Sie auch nächstes mal wieder ein, wenn ich mir (hoffentlich) ein lustigeres Thema aus den Fingern gesogen haben werde – oder zumindest eines, das nicht ganz so unterwältigend ist, wie das Abtauchen dieses seltsamen Bundeskanzlers.